Antipasti ist seit Jahren ein echter Renner. Auf dem Wochenmarkt in Osnabrück scheint mehr oder weniger jede Woche ein neuer Verkaufstand für italienische Delikatessen dazuzukommen. Vom äußeren Erscheinungsbild und von der Qualität des Angebots kann man den Händlern insgesamt nur ein Lob aussprechen. Überall wird sehr gute Qualität geliefert. Unterschiede gibt es aber bei der Verkaufsstrategie. Da ist z.B. ein Anbieter zu erwähnen, der auf einem großen Tapetentisch alle seine Produkte auch zum kostenlosen Probieren anbietet. Dann ist da ein Händler, dem wir hier einmal den Codenamen Ulrich verpassen, der sehr aggressiv verkauft. Sofern man einfach nur Oliven verlangt, wird gleich mit einer großen Kelle zugelangt und alles in einen Becher befördert. Die wenigsten Käufer trauen sich dann zu widersprechen und kaufen für teures Geld mehr Oliven, getrocknete Tomanten und marinierte Artischocken ein. Und dann ist da noch ein dritter Händler – da kaufe ich ein – der fragt immer höflich nach, ob er auch nicht zuviel in die kleinen Becker gefüllt hat. Ist man einverstanden, wird die Ware gewogen und dann langt er noch mal zu und man bekommt eine kleine Zugabe oder ein nicht gewähltes Produkt zum Probieren dazu. Da stellt sich die Frage, welche der drei Strategien wohl langfristig am besten ist. Auf dem Osnabrücker Wochenmarkt kann man dies sicher beobachten.

2 Reaktionen to “Beobachtet in Osnabrück auf dem Wochenmarkt: Verkaufsstrategien für italienische Delikatessen”

  1. Klaus Welber

    Guten Tag. Auch ich bin regelmäßig auf dem Osnabrücker Wochenmarkt und kann keinesfalls feststellen, dass wie Sie schreiben “mehr oder weniger jede Woche ein neuer Verkaufstand für italienische Delikatessen” in Osnabrück dazukommt. Da ich Ihren Blog hin und wieder lese, möchte ich Sie bitten bei den Tatsachen zu bleiben. Darüber hinaus fällt mir auf, dass Sie Ihre persönliche Beobachtung sehr stark in Vordergrund rücken, wenn Sie über die Verkaufsstrategien der unterschiedlichen Verkäufer schreiben.
    Kaufen Sie etwa jeden Samstag an allen Ständen über einen längeren Zeitraum ein um die Verkaufsstrategien zu beurteilen, oder sind Sie einfach nur von einer bestimmten Situation gefrustet und nutzen hier die Möglichkeit dies zum Ausdruck zu bringen? Ich kaufe zum Beispiel meine Antipasti an dem großen Oliven-Stand aus Münster, direkt hinter Lindes Café und muss sagen, dass ich äußerst zufrieden bin. Die Verkäufer sind freundlich und aufmerksam, und sie erfüllen mir und meiner Familie und unseren Freunden jeden Wunsch. Sie haben immer eine Empfehlung zur Verwendung der Produkte parat und eine Kleinigkeit nach dem Kauf gibt es immer dazu. An den anderen Ständen kaufe ich hin und wieder ein und muss einfach sagen, dass mich die Qualität, die nun mal so wesentlich für viele Konsumenten ist, nicht überzeugt und darüber verlieren Sie leider kein Wort in Ihrem Statement. Das ist es nämlich was wirklich zählt - qualitativ gute Lebensmittel! Sicherlich gibt es verschiedene Optionen den Kunden zu beraten und ihm etwas zu verkaufen. Sie hätten Ihre grobe und oberflächige Beobachtung vermeiden können, wenn Sie sich zu erst ein einziges Verkäufer-Beispiel über einen längeren Zeitraum herausgegriffen hätten, um die pros und contras zu filtern, sie zu verarbeiten, um sie anschliessend genauer zu analysieren. Als nächstes wäre ein Vergleich zu den anderen Verkaufsständen unter den selben Gesichtspunkten sinnvoll, um faktisch über die Verkaufsstrategien für italienische Delikatessen zu schreiben. Außerdem bringt Ihre delikate Art und Weise, die Dinge zu umschreiben nichts was eine Diskussion auslösen könnte! Nennen Sie die Dinge beim Namen und plötzlich werden sich die richtigen Personen angesprochen fühlen - Dafür ist das Welt weite Netz da. Ich hoffe, dass Ihr Blog wirklich seriös ist, und meine Kritik hier veröffentlicht wird. Mit freundlichen Grüßen, Klaus Welber

  2. admin

    Hallo Herr Welber,

    - Übertreibungen sind sicher eine Form der Ironie

    - nein ich kaufe nicht jede woche in Osnabrück ein, trinke auf dem Markt aber fast jede Woche einen Becher Kaffee. dennoch kaufe ich oft in Osnabrück auf dem markt ein, sogar regelmäßig bei einem Marktbeschicker, dessen Verkaufsmethoden aus meiner Sicht zu aggressiv sind (allerdings auf dem Osnabrücker Stand zugegebener Maßen weniger als im Landkreis), weil die getrockneten Tomaten exzellent sind.

    - Kauft meine Frau aber - was ebenfalls regelmäßig passiert - bei selbigem Kollegen in Bad Iburg ein, ärgere ich mich stets über aus meiner Sicht versalzene Oliven, die immer gerne mit einer gefühlen schneeschaufel (achtung ironie) in die plastiktüten geschaufelt werden. Hier ist sicher etwas weniger Motivation mehr.

    - die form des schreibens, die Ihnen vorschwegt, schwebt mir auch vor. aber die welt ist nicht perfekt und ich habe leider nicht die zeit.

    grusz
    klm

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