Die Mehrheit der Selbstständigen sorgt bereits privat vor. Die Riesterrente mit der (übertriebenen?) staatlichen Unterstützung spielt dabei meist kaum eine Rolle. Die nicht-rentenversicherungspflichtigen Selbstständigen gehören auch nicht zum direkten Kreis der Förderberechtigten. Ein Grund, dass die Riesterrente dennoch eine Rolle spielen kann, ist der Sachverhalt, dass die Grenzen zwischen Selbstständigkeit und abhängiger Beschäftigung heute fließend sein können und von dem ein oder anderen in die ein und die andere Richtung durchaus im Laufe des Arbeitslebens einmal oder mehrmals überschritten wird. Trotzdem haben aber auch verheiratete lupenreine Unternehmer gute Chancen, auch an die staatlichen Zulagen und Steuervorteile (also die Fördertöpfe) heranzukommen. Der Schlüssel dafür ist die Ehefrau.

Das für das Ehepaar lukrative Geschäft gelingt immer dann, wenn der Unternehmer mit einer rentenversicherungspflichtigen also abhängig beschäftigten Arbeitnehmerin verheiratet ist und beide eine steuerliche Einheit bilden – also gemeinsam veranlagt werden. Der Vorteil: Ein versicherungspflichtiges Angestelltenverhältnis erkennt das Finanzamt auch dann an, wenn die Frau bzw. der Ehepartner regulär im Betrieb des Mannes/der Frau mitarbeitet. Den Buchstaben des Gesetzes nach haben bei dieser Konstellation beide Ehegatten Anspruch auf die Grundzulage, plus eventueller Kinderzulagen sowie einem Sonderausgabenabzug in bestimmter Höhe.

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