Während insbesondere die CDU im Wahlkampf immer wieder vor den „Sozialisten“ aus der Partei der Linken warnt, zeigt die Regierung beim Thema Adresshandel selber ein sozialistisches Gesicht. Während er Schäuble offenbar eine regide Beschränkung des Adresshandels beschließen wollte, fegten laut Neuer Osnabrücker Zeitung die Regierung diese wieder vom Tisch. Als einziges Argument müssen einmal mehr die angeblich gefährdeten Arbeitsplätze herhalten. Adresshändler dürfen weiter mit Adressen handeln, sofern der Kunde dem nicht widerspricht. Herr Schäuble wolle das Prinzip Einwilligung statt Widerruf einführen also den Kunden wieder zum Herren seiner Daten – also zum Eigentümer derselben machen. Das wäre ein vernünftiger marktwirtschaftlicher Ansatz gewesen. So aber macht die Regierung weiter in Sozialismus. Wenn man schon das Listenprivileg beibehält, müssten die Adresshändler gezwungen werden, den Kunden, also den rechtmäßigen Eigentümer der Adressen an den Einnahmen aus dem Adresshandel zu beteiligen. Eine fifty-fifty-Regelung wäre fair. Dies würde auch die Adressqualität für die Adresskäufer steigern und dem Eigentümer der Adresse im Laufe seines Lebens sicher einige hundert Euro Zinsen aus seinem „Adresskapital“ einbringen. Schade, dass sich die Regierung hier eines marktwirtschaftlichen Ansatzes widersetzt.

Eine Reaktion to “Listenprivileg: Regierung macht bei Adresshandel weiter in Sozialismus”

  1. Schober Group mauert » Kommunismus Schober Group » rattenschwanz.net

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