Seit Mai 2006 ist die Reform der der deutschesten aller Gesellschaftsformen nämlich der GmbH im Gespräch, doch der Start wird immer wieder vertagt. Bereits im Mai 2007 wollte das Berliner Kabinett den Weg für eine Einführung Anfang 2008 frei machen. Doch dies ist so bis dato nicht geschehen. Die Eckpfeiler sind aber hoffentlich fixiert:

Mit einem minimalen Kapital von leidglich einem Euro bestünde bei der Mini-GmbH die Möglichkeit, eine Existenzgründung in Form einer haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft vorzunehmen (die Limited lässt grüßen). Die Mini-GmbH soll dabei ohne Notar, mit einer Mustersatzung, gegründet werden können. Das Eintragungsverfahren der Mini-GmbH soll dann, durch Abkopplung vom verwaltungsrechtlichen Genehmigungsverfahren, deutlich beschleunigt werden. Die Einführung der Mini-GmbH wird jedenfalls, im Zusammenhang mit der Umsetzung der Lissabon-Strategien, zu einer merklichen Vereinfachung einer Existenzgründung in der Bundesrepublik führen. Es ist aber davon auszugehen, dass auch bei der Mini-GmbH eine fachkundige (wer auch immer in Bezug auf eine Unternehmensgründung „fachkundig“ sein kann) Stellungnahme zur Bewertung von Geschäftsmodell und Businessplan notwendig sein wird.

Eine Reaktion to “Wann kommt die Reform der „alten Dame“ GmbH”

  1. Zirbenschreiner

    Schon alleine das Wort Reform im Zusammenhang mit dem Berliner Kabinett zu nennen genügt um allen guten Vorsätzen ein Ende zu bereiten. Dabei raus kommt höchstens eine weichgespülte Mischung aus allen möglichen Unsinnigkeiten.

    Davon abgesehen mag der Gedankenansatz vielleicht in die richtige Richtung gehen, Probleme bei so einer Mini-GmbH sind mit denen der Limited vergleichbar.

    Dort wird inzwischen zwar die Rechtsform an sich aktzeptiert, viele Geschäftspartner sehen allerdings im geringen (oder fehlenden) Gründungskapital ein erhöhtes Risiko und richten Ihre Zahlungsbedingungen entsprechend aus. Das dürfte sich bei der Mini-GmbH ähnlich verhalten.

    Gruss vom Zirbenschreiner

Einen Kommentar schreiben