Die Firma Apple hat mit dem Angebot der iPhone-Apps von freien Entwicklern, die über den Apple AppStore (iTunes) vertrieben werden, einen wahren Goldrausch ausgelöst. In den Medien werden Beispiele von Applikations-Entwicklern, die mit wenig Arbeit reich geworden sind, wieder und wieder publiziert. Allerdings wird dabei geflissentlich übersehen, dass nur ein kleiner Prozentsatz der abertausenden Entwickler auch nur ansatzweise von ihren Programmen leben können. So wie es in Hollywood viele „Schauspieler“ gibt, die ihren Lebensunterhalt mit Kellnern verdienen, so gibt es bei den App-Entwicklern sicherlich eine deutliche Mehrheit, die einem regulären Beruf nach geht, und mit den Apps nur einmal ihr Glück nebenher versucht.

Da die iPhone-Apps nur über iTunes vertrieben werden und innerhalb von iTunes nicht beworben werden können, ist es an den Entwicklern, das Ihre zu tun, um ihre App möglichst erfolgreich zu verkaufen. Denn nur wer auf die vorderen Plätze der Hitlisten kommt, erscheint überhaupt im sichtbaren Teil der App-Rubriken im iTunes-Store. Diese wiederum versprechen dann aber gute Abverkäufe. Sofern die App auch in englischer Sprache existiert, kann die Software an Besitzer von iPhones in aller Welt verkauft werden.

Als sehr wesentlicher Erfolgsfaktor hat sich die Pressearbeit erwiesen. In diesem Bereich gibt es spezielle Dienstleistungsfirmen, die über das notwendige Know-how verfügen, gerade mit dem Thema Applikationen in den Medien zu erscheinen. Kombiniert man diese Pressearbeit geschickt mit Niedrigpreisaktionen, so hat man einen doppelten Hebel, um sich in die Apple-Hitlisten zu katapultieren. Idealerweise werden diese Aktionen gleich zum Start der App im iTunes-Store unternommen. Der Start sollte auf jeden Fall auf ein Wochenende gelegt werden, da das Download-Volumen am Wochenende deutlich höher ist. Bei einem Start am Wochenende kann man ergo stärker vom Erscheinen in Rubriken wie „neuste Apps“ profitieren.

Wer die drei genannten Regeln beherzigt, hat gute Chancen, überdurchschnittliche Absatzerfolge mit seiner App feiern zu können. Richtig Spaß macht es für den Entwickler nur, sofern er vom „Ökosystem“ Apple in vollem Maße profitieren kann.

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