Es ist einmal wieder Zeit unsere Rubrik „Cool Thinks for Consultants“ etwas zu befüllen. Bei Beraterfreunden ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass um Kochmesser ein wahrer Kult betrieben wird, für den mitunter sehr tief in die Tasche gegriffen wird. Dabei reicht den meisten das gute alte Küchenmesser aus der Klingenstadt Solingen nicht mehr aus. Besonders um japanische Kochmessern scheinen magische Fähigkeiten zugebilligt zu werden. Aufgrund dieser Wunderkräfte werden zum Teil auch wunderliche Zahlungsbereitschaften offenbart. Natürlich muss man diesen Preisen den Nutzen entgegenhalten. Es ist immer wichtig, dass man sich auf sein Equipment verlassen kann. Das gilt besonders für die, die viel Zeit in der Küche verbringen und gerne kochen. Ist der Kochtopf schon heiß und muss es schnell gehen, dann will man nicht noch erst den Wetzstein raus holen, um die Messer zu schärfen. Zudem braucht man gute Messer auch in hinreichender Quantität, damit man die scharfen Helfer nicht erst noch sauber machen muss, wenn man gerade rohes Hähnchenfleisch tranchiert hat, und anschließend noch Gemüse schneiden muss.
Dazu kommt, dass herausragendes Werkzeug insbesondere für die Männerwelt auch immer so etwas wie ein Statussymbol ist. Das gilt besonders in deutsche Küchen. Wer also schon einen Weinschrank immer Keller hat und meint, er brauche niemanden mehr in kulinarischer Hinsicht beeindrucken, der sollte man einen Blick auf seine Messer werfen! Tendenziell gilt hier – wie bereits angedeutet – Solingen war gestern, japanische Kochmesser sind die Gegenwart.

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